Doppelkonzert für die Fluthilfe (PNP vom 27.07.2013)

Zwei Chöre – ein Benefizkonzert: Die Gruppe Feinklang und die Evangelische Kantorei (oberes Bild)

Altötting. Die Evangelische Kantorei und die Gruppe „Feinklang“ gaben unter ihrem Dirigenten André Gold in der Kirche „Zum Guten Hirten“ in Altötting-Süd ein vom Programm her breit gefächertes, aber trotzdem sehr hochwertiges Konzert, dessen einziger Nachteil die von der Sonne relativ stark aufgeheizte Kirche war, in der sich aber trotzdem rund 200 Zuhörer eingefunden hatten.

Zum Einzug der Evangelischen Kantorei spielte André Gold den Choral „Nun danket alle Gott“, dem sich ein Chorsatz anschloss. Sehr lang anhaltenden Applaus verdiente sich die nicht einmal zehn Jahre alte Clara Schweinberger, die mit der Oboe – einem der am schwersten zu spielenden Blasinstrumente, das sie bei ihrer Lehrerin Nelly Berger lernt – in souveräner Manier und mit erstaunlicher Atemtechnik Bachs „Jesus bleibet meine Freude“ spielte. Dabei wurde sie von André Gold am Klavier begleitet. Später trug sie auch noch den „Schwan“ aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns gekonnt vor.

Clara Schweinberger begeisterte an der Oboe.

Im weiteren Verlauf des ersten Teils waren unter anderem Ulrike Prostmaier mit Georg Friedrich Händels nicht gerade einfacher Arie „Meine Seele hört im Sehnen“ und Hermine Gerlitz mit der Buxtehude-Kantate „Alles, was ihr tut“ zusammen mit dem Chor zu bestaunen. Diese Kantate mit den anspruchsvollen Chorsätzen mit Koloraturen forderte auch den Chor zu Höchstleistungen heraus.

Im zweiten Teil des Konzerts begann der Chor „Feinklang“ aus Neuötting mit dem Kyrie und Gloria aus einer Gospel/Jazzmesse mit jazziger Klavierbegleitung, gefolgt von einem Block mit Liedern von Kathi Stimmer-Salzeder. Dabei wurden die engagierten Sängerinnen und Sänger von Nelli Berger an der Oboe, Ulrike Prostmaier an der Gitarre und André Gold, der auch der Dirigent dieses Chores ist, am Klavier begleitet.

Gospelchor Feinklang

Bevor die beiden Chöre zum Abschluss gemeinsam um alle Zuschauer herum, sozusagen als „Dolby surround“, mit dem „Irish Blessing“ den wunderbaren Abend ausklingen ließen, bat der 2. Bürgermeister von Pleiskirchen, Stefan Mittermeier, der im Kontakt mit Sepp Thalhammer, dem Bürgermeister von Niederalteich steht, um eine großzügige Spende für die Flutopfer dieses Ortes. Das beachtliche Ergebnis: 1500 Euro!

Bericht und Bilder: Konrad Heuwieser (Danke Koni)

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